Dr. Thomas Sedran: Kraft statt Krise in der deutschen Autoindustrie
Shownotes
Dr. Thomas Sedran ist promovierter Ökonom mit Stationen bei Roland Berger und AlixPartners, Ex-CEO von Opel und Strategiechef von Volkswagen. Mit all diesen Erfahrungen hat er RyuWorks gegründet — einen neuen Typ von Transformationspartner, der Senior-Expertise mit modernsten KI-Tools kombiniert und Vergütung konsequent an Ergebnisse koppelt.
Die Episode spannt den Bogen über drei Jahrzehnte Automobilindustrie – vom Boom über Dieselkrise und Elektromobilität bis zum massiven Wettbewerbsdruck aus China. Dr. Sedran analysiert Kostenstrukturen, Software- und Batteriekompetenz, Energiepreise, Politik und Konzernbürokratie und zeigt, wie Tempo, mutige Entscheidungen und neues Führungsdenken die deutsche Automobilindustrie wieder nach vorne bringen können.
Dr. Christian Frank spricht mit Thomas Sedran über Lehren aus Krisen, radikale Vereinfachung von Organisationen und den produktiven Umgang mit Legacy-Strukturen. Wer Transformation nicht nur verwalten, sondern gestalten will, findet hier klare Denkanstöße und praxisnahe Perspektiven.
Über Atreus – A Heidrick & Struggles Company
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Transkript anzeigen
00:00:01: Mission
00:00:03: machen, der Atreus-Podcast.
00:00:08: Ich bin Christian Frank und Nitiator des Podcasts Mission Machen.
00:00:13: Im Podcast Mission Mache sprechen wir darüber wie Vordenkerinnen und Vordenke in Wirtschaft und Gesellschaft Zukunft machen!
00:00:32: Ich glaube, er hat die Entwicklung der Branche in den letzten drei Jahrzehnten aus aller nächster Nähe verfolgt wie kaum ein anderer.
00:00:39: Teilweise direkt aus dem Machtzentrum und teilweise natürlich auch eher von der Seite aus der Beraterperspektive.
00:00:48: Ja Thomas Setran herzlichen Dank für deinen Besuch bei mir in Mission Machen!
00:00:55: Du bist Ein promovierte Ökonom, wie ich das mal so formulieren möchte.
00:01:00: Du begannst deine Karriere bei Roland Berger?
00:01:04: Da haben wir uns auch kennengelernt vor vielen Jahren.
00:01:07: Später warst du Managing Partner im Bereich Automobil.
00:01:10: Irgendwann warst ihr dann zu Fahrt bis dann rübergegangen zu Alex Partners.
00:01:15: Ich glaube es waren in den zwei Tausend da,
00:01:17: da
00:01:18: hat Alex begonnen quasi sich die besten zusammenzusuchen.
00:01:24: war es aber glaube ich auch über addicts interim c o bei opel, wenn nicht das richtigen koffer?
00:01:29: oder warst
00:01:30: du dann schon
00:01:32: auf der opel payroll?
00:01:33: und dann später bist du und das ist jetzt glaube ich vor zehn zwölf jahren gewesen zu volkswagen gewechselt wo du zunächst mal unter dem co müller strategisch erfasst und später auch vorsetzen in der geschäftführung von volkswagen nutzfahrzeuge.
00:01:47: Du hast dich sehr viel und sehr intensiv ich glaube schon seit dreißig Jahren mit Umbrüchen beschäftigt.
00:01:53: Du hast in der Tat, glaube ich die... Ich habe es mal formuliert, Rise and Fall der Automobilindustrie erlebt?
00:02:00: Ich will jetzt von Fall vielleicht noch nicht sprechen da können wir vielleicht im Laufe des Podcasts uns nochmal dediziert auszauschen dazu.
00:02:07: aber du hast vor allem viele Umbräuche erlebt Elektromobilität Software Defined Vehicles neue Mobilitätsmodelle Global Supply Chains und natürlich die zunehmende Konkurrenz aus China.
00:02:20: Also, ich betrachte dich und daher meine Einladung.
00:02:23: Ich freue mich sehr, dass du gekommen bist als analytischer Vordenker.
00:02:26: dieser Industrie-Tierverständnis für industrielle Transformationen und den strukturellen Herausforderungen die uns sicherlich aktuell beschäftigen und vermute auch noch in der Zukunft beschäftigen.
00:02:38: Herzlich willkommen!
00:02:39: Ich wiederhole mich.
00:02:41: So, Blick auf die letzten dreißig Jahre.
00:02:44: Erwart mal,
00:02:45: vielen Dank für die Einladungen weil Mission machen ist ganz wichtig Ja, nämlich machen und nicht nur da sitzen.
00:02:53: Und wie die Schlange irgendwie auf das Problem gucken und nichts machen und warten bis es untergeht.
00:02:58: Ich glaube ja uns beide ein so der Gedanke irgendwas geht immer und irgendwie müsste man das als deutsche Ingenieure Manager doch eigentlich hinkriegen auch diese Krise oder diese Krisen erfolgreich zu überstehen.
00:03:13: Und ich finde dieser Austausch ist wichtig.
00:03:16: Sehr gut!
00:03:18: sehe ich absolut so und ich habe es ja gerade gesagt, ich würde ganz gerne mal damit anfangen wie du die Automobilindustrie in den letzten drei Dekaden erlebt hast.
00:03:28: Du hast ja wirklich erlebt mit dem einen enormen Boom und du hast auch die Veränderungen erlebt.
00:03:36: Gib mir doch einmal einen kurzen Überblick oder Einblick.
00:03:40: und warum ist das so?
00:03:44: Ja, ich weiß nicht.
00:03:45: Wenn man ein bisschen älter ist wie wir, denkt man zurück und denkt sich früher war alles besser.
00:03:50: Wenn mal auf die Fakten schaut, ist es ja gar nichts so.
00:03:52: Also wenn ich so zurückdenke was ich Mitte der Neunziger als ich meine Karriere begann... Da hat man auch schon mega Krisen und die Japaner sind gekommen und hatten viel bessere Autos.
00:04:04: und das haben wir damals muss ich sagen Ignacio Lopez als Einkaufsvorstand.
00:04:09: VW hat dafür gesorgt, dass die deutsche Zulieferindustrie dann auf einmal sehr, sehr wettbewerbsfähig wurde.
00:04:16: Und Pierre mit seiner Gleichteil-Plattformstrategie hat VW geholfen da wirklich die Marktführerschaft nicht so nie nur zu erlangen sondern auch zu verteidigen.
00:04:25: Wir hatten ja in der Winterkornzeit gesehen das VW extreme Absatzspringen nach oben gemacht hat.
00:04:31: also mit sehr tollen Produkten kam dann ja leider zu einem JN Ende über diese Dieselgrüße.
00:04:37: Aber
00:04:37: war das schon eine Kieser, China-Reise die vielleicht auch sich so einer Blase entwickelt hat?
00:04:47: Naja gut, China hat sich halt als Markt von, keine Ahnung, was ich mal fünf Millionen Autos pro Jahr jetzt zu fünfundzwanzig, dreißig Millionen Neuwagen Absatz pro Jahr entwickelt und wenn wir ehrlich sind haben Volkswagen, aber auch die deutschen Premium-Marken hier sind diese Welle hervorragend geritten.
00:05:08: Und waren super, super erfolgreich und hatten da enorme Gewinne rausgezogen.
00:05:15: Wir müssen halt feststellen mit dem Wechsel in die Elektromobilität haben die Chinesen wahnsinnig aufgeholt und zeigen uns mittlerweile wo der Maßgrat oder die Latte hängt.
00:05:33: Wenn man heute sieht, was mich da fasziniert ist die Geschwindigkeit der Verbesserung.
00:05:39: Man hat es ja teilweise von Automäße zu Automäse gesehen wie viel besser die Autos in der Qualität der Verarbeitung wurden mit der Technik die installiert wurden.
00:05:49: Teilweise in Innovationszyklen die doppelt so schnell waren wie wir das hier aus den traditionellen Herstellern kennen.
00:05:56: und das sind nicht nur die Deutschen und das betrifft andere wie Toyota ebenso.
00:06:00: Wir haben eigentlich immer so drei, vier Jahre gebraucht für ein neues Auto zu entwickeln.
00:06:06: Die Chinesen machen es halt mittlerweile in der Hälfte der Zeit und haben halt unter staatlicher Guidance teilweise mit Symphezonen aber teilweise mit klaren Zielsitzungen es geschafft sich in dieser Elektromobilität hier Wettbewerbsvorteile zu verschaffen über die gesamte Wertschöpfungskette.
00:06:25: Das beginnt bei den Rohstoffen für die Batterien.
00:06:29: die du für die Magnete brauchst.
00:06:31: Die ganze Verarbeitung, das Refining dieser Rohstoffe ist schon beeindruckend und da sind wir teilweise in Situationen, wo wir abhängig sind.
00:06:39: Was die deutschen Hersteller im Moment sehr stark trifft, ist halt dass das Preisniveau der Preiskampf in China brutal ist.
00:06:50: Fast schon ruinös!
00:06:52: In meiner Lebenserfahrung muss ich sagen also... ...die Gesetze der Physik und Ökonomie kann man zeitweise außer Kraft setzen.
00:07:00: In der Regel tut es dann ziemlich weh, wenn man dann hohe Verluste schreibt oder eben die Schwerkraft durch ihren Dienst tut.
00:07:06: Von daher, ich meine fast keiner, auch keiner der chinesischen Hersteller verdient im Moment Geld.
00:07:12: wie so ein Xiaomi beispielsweise in einem Taycan leistungsmäßig vergleichbares Produkt auf den Markt bringen kann für vierzigtausend Euro ist mir schleuerhaft.
00:07:24: Und das lässt sich auch nicht erklären mit billigen Arbeitskräften, die by the way in vielen Teilen China ist jetzt auch nicht mehr so billig sind.
00:07:31: Oder der hohen Automatisierung.
00:07:34: Da wird man dann sehen wie lange die jeweils durchhalten.
00:07:37: oder wenn man sich so NIO anschaut, die pro Quartal irgendwie so zwei bis drei Milliarden Dollar an Cash verbrennen, irgendeiner muss ja die Finanzlöcher stopfen.
00:07:48: Das werden wir sehen.
00:07:48: aber... In diesem Umfeld müssen halt Deutsche und auch die ganzen anderen Unternehmen in China bestehen.
00:07:55: Eine echte Herausforderung, denke ich, ist schon auch dass jetzt in China über die letzten zehn Jahre wahnsinnig Überkapazitäten standen sind Auch teilweise durch Subvention von Fabrik Neubauten.
00:08:09: Experten sagen Dass wir da derzeit Produktionskapazität haben Von etwa fünfzig Millionen Autos pro Jahr.
00:08:16: Der Inlands Nachfrage dürfte sorgende bei twenty-fünf Millionen sich beziffern.
00:08:22: Das heißt, die restlichen fünfzig Prozent der Kapazität kann ich für Export nutzen.
00:08:28: und man sieht halt dass die Chinesen da wenn wir uns Südamerika anschauen.
00:08:32: Asean war gerade in Indonesien das sieht man schon einiges an.
00:08:35: Bibadi.
00:08:36: Fahrzeugen fahren nicht die elektrischen aber die Hybridfahrzeuge.
00:08:40: Die gucken schon dass sie ihre Überproduktion dann teilweise in diese Märkte drücken.
00:08:45: Das ist noch die Gefahr jetzt auch für Europa, dass hier über Dumpingpreise halt einige der europäischen Hersteller dann irgendwo aus dem Markt gedrückt werden.
00:08:53: und wie gesagt da müssen wir mal schauen wie man darauf reagieren.
00:08:58: Aber wie gesagt Krisen hat man in der Autoindustrie eigentlich immer.
00:09:01: davon habe ich als Berater gut gelebt.
00:09:03: später als Manager war ich damit natürlich befast habe da versucht meinen Beitrag zu leisten, dass gute Arbeitsplätze eben weiter erhalten bleiben.
00:09:15: Auch wenn man dann immer wieder feststellen muss du brauchst Produktivitätsentwicklungen und musst Produktivität schaffen um Lohnsteigungen Energiepreisteigerung zu kompensieren ja und das heißt eben, dass du mit weniger Leuten mehr machen musst.
00:09:28: und ich glaube das zweite große strukturelle Thema was die deutschen europäischen Hersteller im Moment haben ist Marktnachfrage in Europa, wo bei zwölf bis dreizehn Millionen Neufahrzeuge einpendeln wird.
00:09:44: Zum einen die halt getrieben durch eine Stagnation der Bevölkerung auf der anderen Seite sieht man halt auch durch die ganzen Emissionsvorschriften und anderen Regularien aus Brüssel dass die Fahrzeuge halt sehr viel teurer geworden sind.
00:10:01: Ich weiß zu meiner Zeit als Opelchef Da haben wir noch einen Korsäferkauf für Neuntausend neunhundertneunzig Euro.
00:10:06: Gut, Geld haben wir damit auch keines verdient.
00:10:08: aber heute ein Auto unter zwanzig tausend Euro nahezu unmöglich und eine normaler Golf-Fürfnvierzig.
00:10:16: Aber Volksinger hat ja kürzlich angekündigt und Fahrzeug was ich unter... Fünfundzwanzig
00:10:21: Tausend?
00:10:21: Ja der ID Polo.
00:10:22: Was ist Zehntausend, irgendein Auto das ihr jetzt vorsehen für geht in den chinesischen Markt?
00:10:28: Für den chinessischen Markt.
00:10:29: Kann sein, dass das dann aus Heffey kommt auf der Schaupeng-Plattform.
00:10:36: Aber unter Zehntausend ist schon sehr, sehr sportlich.
00:10:40: Das eigentlich bei chinesischen Klosterstrukturen auch nicht so einfach.
00:10:46: Was würdest du denn sagen?
00:10:49: Man dreht dir davon, dass Deutschland Anschluss verpasst.
00:10:53: Was wäre aus deiner Sicht als Entscheidungen wichtig dem entgegenzuwirken.
00:10:59: Was werden da aus deiner Sicht drei Entscheidungen, die nötig wären um da...
00:11:04: Ich glaube auf der, was die Rahmenbedingung angeht brauchen wir erstens mal eine deutlich billigere Energieinfrastruktur.
00:11:14: Ich spreche bewusst von Infrastruktur und nicht von Energiepreisen weil die folgen letztendlich der Art und Weise wie ich eben Energie erzeuge und bereit stelle.
00:11:24: ja weil wenn man heute Industriesturm Es gibt, glaube ich so in der Ecke, siebzehn Cent pro Kilowattstunde.
00:11:30: Privatverbraucher zahlen irgendwie um die dreißig.
00:11:33: Wenn man Glück hat und das haben wir in China oder USA bis zu ungefähr über sieben Cent die Kilowattschunde.
00:11:39: Und bei sehr Energie, ob das jetzt KI ist oder Automatisierung von Fabriken braucht es halt Strom?
00:11:44: Ein großes Thema wo ich schon erwarten würde dass die Politik hier mal sich auch konsequent ins bewusst physikalisch ökonomischen Gesetzen orientiert.
00:11:55: Das zweite Thema Was
00:11:56: vermutlich aber keine kurzfristige Lösung.
00:11:58: Nein, letztendlich wir reden über Strukturprobleme und Struktur-Problemen kann ich nie kurzfristig lösen.
00:12:04: Also es braucht halt den Gestaltungswillen und auch den Willen aus meiner Sicht mit etablierten Tabus zu brechen oder zumindest mal sehr offensiv zu bearbeiten.
00:12:17: Das zweite große Thema auf der Politikseite ist die Lohnstückkosten in Deutschland die einfach in den letzten Jahren sich im internationalen Vergleich immer weiter verschlechtert haben und ohne notwendige Produktivitätszuwächse oder auch eben Verlängerung von Arbeitszeiten, Streihung von Feiertagen also immer bei einem der Tabus.
00:12:38: Sag mal ist das aus meiner Sicht kann man Beschäftigung in Deutschland als Unternehmer, der letztendlich auch eine gewisse Kapitalrendite erwirtschaften muss um seine Bank zu bedienen und Shareholder aus meiner Sicht keine Fabrik mehr betreiben.
00:12:55: Auf Unternehmensseite selbst, da haben wir ja gesehen viele der Innovationen im Bereich Software, im Bereich Batterie, jede der Hersteller hat Forschungsabteilungen wo diese Innovationen getestet wurden und letztendlich hat man sich aber entschieden nicht so schnell auf die neue Welt zu migrieren wie eben die Chinesen das jetzt getan haben Auch nicht alle Kinesen, gibt es auch große Unterschiede.
00:13:24: Und das ist jetzt auf Unternehmensseite aus meiner Sicht die zentrale Frage ja wie schnell schaffe ich's dass ich eben vernünftige Software-Altikturen habe in den Fahrzeugen?
00:13:36: Ich denke mal dass BMW da mit der neuen Klasse einen guten Schritt gemacht hat auch noch nicht da ist wo heute ein Tesla schon ist oder auch andere.
00:13:46: aber sagen wir die haben das schon ganz ordentlich hingekriegt.
00:13:50: Andere müssen danach ziehen, warum?
00:13:52: Weil eine moderne, zonale Software-Eigtaktur einfach wichtig ist für die Erwartungsfähigkeit der Fahrzeuge.
00:14:01: Für die Geschwindigkeit mit der ich neue Features in die Fahrzeige bringen kann und damit Innovationen verkunde sichtbar machen können.
00:14:09: Bei der Batterie glaube ich es das große Thema was ist jetzt so mal die Zellchemie auf die wir setzen?
00:14:16: also Anfangs waren sie diese NMC-Batterien wo die Chinesen wirklich, sagen wir mal, die komplette Kette sehr stark beherrschen.
00:14:24: Mittlerweile geht ihre Reise Richtung LFP also Eisenversfahrt Chemien, die auch große Vorteile haben gegenüber den NMC-Batterien deutlich günstiger sind.
00:14:40: Die nächste Generation aus meiner Sicht werden dann diese Natrium oder Sodium Batterien sein als Zellchemie Feststoff-Batterien, das ist immer so der Hoffnungswert.
00:14:52: Die sind auch sehr interessant aber in der Produktion nicht billig.
00:14:56: Ob da eben der Preis pro Kilowattstunde den ich dann im Auto habe wirklich deutlich unter dem liegt was der Kunde bezahlen kann und will?
00:15:04: Das wird sich zeigen!
00:15:05: Da glaube ich, dass wäre meine Erwartung.
00:15:08: Ich kenne auch viele echt gute Ingenieure, Chemiker die in der Lage sind hier mal auch wieder Quanten Innovation zu entwickeln und mal marktfähig zu machen.
00:15:20: Aber hier ist ja meine Hoffnung, dass das hier neben der PowerCoop bei VW vielleicht auch nochmal andere noch einmal einsteigen und sagen okay können wir auch ja und können besser weil letztendlich wenn man mit den Chinesen da mithalten wollen müssen wie er.
00:15:35: es geht nur über über Innovationen die wir sag mal vor denen einen Markt bringen also in der Herdaufbringungsmengen
00:15:45: in den Markt bringen und wirklich ein relevanter Lieferant von Batterien sind, die heute nicht sind.
00:15:53: Weil heute beziehen wir zu überwiegendem Teil
00:15:56: absolut... Von den Chinesen CITL oder auch eben den Koreanern.
00:16:00: das Geschäft der Batteriezellherstellung ist eigentlich extrem kapitalintensiv.
00:16:06: also da scheuen sich schon viele darin zu investieren weil einfach Wie gesagt, da riecht man bei so einem Berg mal schnell über was ich drei, vier, fünf Milliarden ausgibst.
00:16:20: Was vielleicht eher eine europäische Aktion wäre?
00:16:23: Hat man ja versucht.
00:16:24: Norfolk war ein Ansatz der leider gescheitert ist.
00:16:28: Andere hatten es auch versucht... Es ist eine schwierige Entscheidung muss ich sagen und vielleicht ist die Lösung dann auch eher eine intelligente Partnerschaft, wo ich mit den chinesischen Batterieherstellern oder den koreanischen Arbeiten.
00:16:43: Aber eben dafür Sorge beispielsweise, dass die Steuerung der Batterie also des Ladens und Endladens auch im Betrieb beim Laden das eben in unserer Hand bleibt und wir die Steuerungen jetzt nicht abgeben an andere fremde Mächte, die vielleicht dann auch mal kurz dafür sorgen können über eine Software Glitsch, da ist die Autos alle nicht mehr fahren.
00:17:06: Aber die Abhängigkeit Bist du ja beim Batterie auch immer die Abhängigkeit von den Rohmaterialien, von den selten Erden.
00:17:13: oder wird das mit unterschiedlicher Zeltchemie dann möglicherweise auch eine geringere Abhängkeit geben?
00:17:19: Ja also wenn ich kein Kobalt mehr brauche für die Batterie und brauche ich da im Kongo auch keinen Kobald mehr schöpfen lassen.
00:17:25: Also der ist da sehe ich eigentlich die großen Vorteile dass man eben auf Rohstoffketten geht, die jetzt nicht schon so stark kontrolliert werden durch Player, wo man nicht sicher sein können ob die wirklich ihre ihre ihre Marktstellung nicht missbrauchen.
00:17:43: Aber das sind auf der technischen Seite sind es aus meiner Sicht zu den großen Hebeln, die die Unternehmen bewältigen müssen.
00:17:49: Zusätzlich kommt natürlich das ganze Thema wie setze ich KI in meinen Wertschöpfungsprozessen ein?
00:17:55: und da bin ich überzeugt wir brauchen kein eigenes Large Language Modell aber die Applikation dieser Sprachmodelle in unseren Geschäftsprozessen, das ist schon etwas was wir selber beherrschen müssen.
00:18:09: und da geht es halt an darum mit welchem Modell nutze ich ja wie beschütze ich meine Unternehmen eigenen Daten.
00:18:18: Wie komme ich zu den richtigen Trade-offs?
00:18:22: Die Kosten für KI sind nicht umsonst.
00:18:24: wenn die da sehr viel Rechenleistung abfordern gibt es aktuelle Berichte, dass das mittlerweile in einigen Applikationen deutlich teurer ist wie wenn ich die Menschen anstelle.
00:18:36: Wobei es meiner Sicht bei dieser KI-Applikation geht weniger darum, dass wir eben Menschen ersetzen sondern dass sie einfach schneller werden und besser in den Entscheidungen der Umsetzung der Dinge, die wir dann tun wollen.
00:18:47: Das wäre so auf der technischen Seite.
00:18:49: was?
00:18:50: auf der organisatorischen Seite haben wir als meiner Beobachtung schon des Thema Also in einer Wohlstandsgesellschaft leben.
00:19:00: Ich spreche jetzt nicht nur von den Jungen, sondern eben auch von Leuten wie dir und mir die, sagen wir mal, dreißig Jahre Einkommenszuwächse hatten, die gesettelt sind und wo es eigentlich darum geht, warum soll ich mich noch groß bewegen?
00:19:17: Warum soll ich hier selber lernen mit KI zu programmieren um irgendwas zu machen?
00:19:22: warum diese Zufriedenheit und dieses Ja, ich gehe zum Vier nach Hause.
00:19:30: Das ist schon schwierig.
00:19:31: Und gerade jetzt in dieser Zeit der Transformation wo ich auf der Technik Seite sehr viel aufholen muss haben wir halt etablierte Prozesse, Gremien auch in den Unternehmen die das bewahren im Vordergrund stellen und nicht dieses.
00:19:47: lass uns mal das so in der halben Zeit machen.
00:19:50: Ja und das halte ich schon von großes Problem.
00:19:53: Und da sehe ich auch, sagen wir mal auf unser Buch.
00:19:56: ja, wir hatten dann sehr überlegt wie künst denn gehen und haben uns den Kontext halt auf der einen Seite mal angeschaut.
00:20:02: welche Hersteller waren in den letzten fünf bis zehn Jahren sehr erfolgreich?
00:20:09: Was kann man denn von diesen Tech-Unternehmen lernen?
00:20:12: Die Tech-Undernehmen hat man also wie sich Nvidia Microsoft Apple Ja, aber wir haben uns auch angeschaut was sehr spannend war.
00:20:20: Die Tech-Unternehmen haben ja das Problem dass alle zehn Jahre eine disruptive Technologie kommt also vom Mainframe zum PC zur Cloud, Mobile jetzt AI und da gibt es viele Unternehmen die dann heute quasi nicht mehr existent sind wie Yahoo.
00:20:39: andere haben's geschafft und wir haben sie geschafft und da sieht man halt In diesen disruptiven Phasen, das Topmanagement es geschafft hat den ganzen Laden sehr schnell auf die neue Welt auszurichten.
00:20:52: Und auch relativ brutal in dem seils zum Beispiel die ganzen Boni-Systeme komplett anders ausgestaltet hat.
00:20:58: Guter Freund von mir der war lange bei Microsoft im Vertrieb und die haben halt ihre Boni verdient über den Verkauf von Microsoft Office-Littenzen.
00:21:07: Und dann hat Nadella irgendwann gesagt, ne interessiert mich nicht mehr.
00:21:10: Ab nächstes Jahr gibt es hier halt Bonus-Nurner auf Verkauf von Azure, also Cloud Lizenzen und da haben die ja alle erst mal auch gesagt wie soll das gehen?
00:21:21: Aber mit diesem Pivoting haben sie das irgendwie glaube ich schon ganz gut hingekriegt.
00:21:26: Wenn wir auf die Autounternehmen zurückkommen was so der gemeinsame Nennner ist ob das jetzt ein Toyota ist einen Tesla beispielsweise operative Exzellenz in den Prozessen spielt da überall schon eine super wichtige Rolle.
00:21:44: Das geht nicht nur über Technologie, was man aber auch sieht dass die Unternehmen relativ klare Führung haben weniger Powerpoint, weniger Matrix, weniger Komplexität wie Unternehmen die halt nicht so gut performt haben.
00:22:00: Was ich ganz spannend fand in der Analyse war auch die Feststellung Es gibt immer so diesen Abgesang auf die Autoindustrie.
00:22:07: Aber wenn man sich die Entwicklung der Zulassungszahlen weltweit anschaut, sieht man ja dass das abgesehen von einigen konjunkturellen Einbrüchen immer wieder nach oben geht.
00:22:18: Weil einfach mehr und mehr Menschen in Wohlstandsbereiche kommen wo sie sich dann auf einmal nicht nur an Motorroller sondern Auto leisten können.
00:22:29: Dann machen Sie das auch!
00:22:30: Ja, und wir hatten irgendwie letztes Jahr, glaube ich, so fünfundachtzig Millionen Zulassungen.
00:22:35: Und wenn man jetzt sieht, Bevölkerungsentwicklung Indien, Indonesien, Nigeria – da kannst du davon ausgehen, dass da auch noch mal fünf bis zehn Millionen drauf kommen?
00:22:47: Das ist in meiner Sicht die ganz positive Message.
00:22:51: Man muss halt feststellen, das gut auch in diesen Ländern haste dann so Einkommensschichten, die sich dann an Premium-Fahrzeuge leisten werden.
00:22:58: Und da ist dann die Frage jetzt für die deutsche Autoindustrie.
00:23:00: erstens einmal im prämium Bereich, ja bin ich hier wirklich hab bitte ich mehr Status mehr Innovationen mehr Produkte.
00:23:07: wie dann die chinesischen Wettbewerber, die noch nicht dann auch da aufschlagen.
00:23:11: und in den bei dem großen Volumenzuwachsum ist halt die Frage.
00:23:14: Bin ich in der Lage Fahrzeuge anzubieten?
00:23:18: Die noch affordable sind also die sich die Menschen leisten können?
00:23:24: In Europa hatten die Renault-Leute das damals extrem gut gemacht, als sie da diese Dacia-Marke übernommen haben.
00:23:35: und kleine Anekdote.
00:23:38: Ich habe zu der Zeit gearbeitet für einen der großen Zuliefer dieser Innenrauben zum Teile liefern und die haben den ganzen Innenraum gewonnen für dieses Modell.
00:23:48: Der Headquarter in der Nähe von Köln, also der Kund in dem Fall Renault Dacia hat ein explizites Reiseverbot für die deutschen Ingenieure erteilt.
00:23:59: Das ist auch keine Amerikaner, die mussten dort alles mit Rumänen machen nur damit eben nicht zu viel
00:24:08: Einflüsse von außen.
00:24:09: Ja
00:24:10: dieses haben wir immer schon so gemacht ja kann man gar nicht.
00:24:14: Und somit haben sie es halt, das war der Schweizer Name.
00:24:17: Somit haben Sie es halt geschafft dass das Fahrzeug wirklich signifikant günstiger war wie ein normales Renaultfahrzeug und das haben sie über die Jahre aus meiner Sicht auch ganz gut gehalten.
00:24:27: Ja, sehen wir dann in zehn Jahren noch einen Weltmarkt?
00:24:33: bespieler deutscher Herkunft?
00:24:37: Ja ich hoffe ja.
00:24:38: also garantiert ist nix.
00:24:43: Ich bin nach wie vor der Meinung, wenn du anschaust, welche ... Wie gut die Ingenieure bei Mercedes, BMW, Audi und anderen Deutschen sind.
00:24:54: Das ist schon cool!
00:24:55: Aber brauchen
00:24:56: wir diese Ingeniüre?
00:24:59: Fagt das jetzt wirklich ganz naiv oder sind nicht andere Disziplinen-Fähigkeiten nunmehr gefordert?
00:25:06: also wir sprachen ja von Software Wir sprachen von Batterien Ja aber das
00:25:09: eine schließt das andere nie aus.
00:25:11: Ja, ich meine.
00:25:12: Ich habe genügend Leute kennengelernt...
00:25:14: Aber wir erleben ja und will ja nicht abschreiten dass es in Kinder nicht auch viele tolle Ingenieure gibt.
00:25:19: aber wir erlebe mir wie innerhalb kürzester Zeit Marken entstehen die offensichtlich ins signifikanten Anzahl von also Anzahl Autos produzieren während wir hier auf ein Ingenieur-Tum gucken was hundert Jahre lang gewissermaßen in die Automobilindustrie hinein Gewirkt hat, das betrifft im übrigen ja nicht nur die Automobilindustrie.
00:25:44: Das ist ja schon der Hammer.
00:25:45: Gut, jetzt kannst du sagen es hat was mit Mindset zu tun?
00:25:48: Mit Produktivität zu tun...
00:25:52: Ja, aber das Mindset ist aus meiner Sicht der entscheidende Faktor.
00:25:57: und immer auf die Chinesen.
00:25:58: Du hast BWD diese mal vor zehn Jahren haben die noch irgendwie vierhunderttausend Autos gebaut.
00:26:04: Jetzt sind es vier Komma sechs Millionen gigantisch.
00:26:07: Wie lange gibt es Sie schon, die BYDs?
00:26:08: Die gibt's schon länger als Batteriefirma.
00:26:10: Also dann haben sie auch Elektrobusse gemacht.
00:26:12: Das ist ein relativ großes Unternehmen.
00:26:16: oder Xiaomi, der Apple-Kinas.
00:26:21: Ja das ist doch ein Mobil.
00:26:22: Aber
00:26:22: die machen jetzt vierhunderttausend Autos.
00:26:24: ja letztendlich wie gesagt ich bin der Meinung auch in diesem Premium-Geschäft brauchst du schon mal anderthalb Millionen damit wir sagen mal nachhaltig Kapitarendit in der Wirtschaft sind.
00:26:37: Wir werden sehen, ob sie es durchhalten.
00:26:41: Was ich sage ist bei den Ingenieuren... Ich habe auch Leute getroffen die können Software.
00:26:48: Bei der Carriott hatten wir einen Team von Tesla abgeworben wobei einige Deutsche dabei waren.
00:26:54: das war nicht nur Inder und Amerikaner.
00:26:56: Die haben für den Elon diesen KI Chip gebaut, der in den Teslas fährt.
00:27:02: Und die haben dann bei der Carriott gearbeitet.
00:27:04: also wir haben die Leute.
00:27:05: ja wir müssen halt schaffen dass wir aus meiner Sicht wieder unternehmerischer werden weniger nur über Absicherung und PlaySafe-Schül nachdenken und wieder einmal daran arbeiten.
00:27:19: wo können wir denn wirklich kundenrelevante Innovationen nach vorne bringen?
00:27:24: Im Moment hat man ja in vielen Situationen, wenn du siehst, dass deine Umsatzlinie nach unten geht oder es alles schwierig ist.
00:27:34: Dass das alle nur noch sicherspielen.
00:27:36: Du musst keinen Fehler machen und dann schmeißt mir auch keiner raus.
00:27:40: Und mit dieser Attitüde ... Klar, aus meiner Sicht sehe ich da auch Schwarz.
00:27:46: Aber es gibt ja kein Grund zu lassen?
00:27:48: Genau!
00:27:49: Wir wollen jetzt nochmal tatsächlich auf dein Buch zu sprechen kommen, das hier noch gar nicht veröffentlicht ist.
00:27:54: Ja, oder wenn ich sie sich sehe.
00:27:56: Also der Vorverkauf hat gestartet?
00:27:58: Die ersten Auslieferung am ersten Juni!
00:28:00: Kraftstadt-Krise
00:28:01: wie die deutsche Autoindustrie wieder Weltspitze wird und... Wenn ich es richtig im Kopf habe, wir haben also ein bisschen schon darüber gesprochen die letzten Tage wochen betrifft ja sowohl die Automobilindustrie aber ich glaube man kann's auch ein bissel breiter sehen.
00:28:18: Ich glaube über die Intention warum Du geschrieben hast und mit wem du geschrieben hast, vielleicht auch einfach nochmal zwei Sätze.
00:28:25: Aber was mich natürlich interessant sind dann so die Outcamps?
00:28:30: Und was sind die Hebeln?
00:28:32: Die du uns... Also ich will alle Zuhörer gerne dazu gewinnen das Buch irgendwann mal auch zu lesen aber Vielleicht kannst du trotzdem vielleicht zwei, drei Sätze dazu schon mal mitgeben.
00:28:43: Also begonnen hat diese Reise mit diesem Buch irgendwie so im November letzten Jahres.
00:28:49: da kam ein alter Wegbegleiter der Harald Hamprecht zu mir und meinte Thomas lass uns mein Interview machen.
00:28:55: ich schreibe hier für einen unabhängigen Verlag und im Zuge dieses Interviews sind wir beide aufgefallen.
00:29:03: man liest eigentlich nur noch Negativschlagzeilen Was alles nicht geht, wer wie viele Leute entlässt.
00:29:10: Und Harald war mein Pressesprecher als ich Opel CEO war und wir haben uns damals schon sehr gut verstanden, denken sehr ähnlich.
00:29:22: Ich würde mal sagen, ich bin jetzt so mehr derjenige, der ein bisschen analytischer nüchterner Dinge beschreibt und Harald ist halt ein Meister des Wortes.
00:29:32: Wir haben uns auch gedacht, wenn wir was machen wollen und ein Buch schreiben, dann muss das auch spannend zu lesen sein.
00:29:40: Harald mit seinen journalistischen Genen hat dafür gesorgt dass wir jetzt so dreieinhalb Zeiten haben wo wir Geschichten erzählen.
00:29:49: Geschichten von Unternehmen wie es gehen könnte.
00:29:52: Das sind eben nicht nur die Chinesen oder Koreaner oder nicht nur der Tech-Konzern.
00:29:57: Wir sehen bei vielen deutschen Unternehmens Dinge, die wirklich gut funktionieren.
00:30:03: Also einer meiner Highlights finde ich, was jetzt VW da in China in Hefei macht, wo man eben ein Entwicklungszentrum auf der einen Seite aufgebaut hat und wo man jetzt eben in China für China Autos entwickelt auf eine Softwareplattform, die man sich von einem strategischen Partner eingekauft hat.
00:30:23: Da war völlig gestaltungsrechte.
00:30:25: Das
00:30:25: ist ein John Venture oder?
00:30:26: Das ist eine Hundertprozent Tochter und wird auch durch einen Mann geleitet, den ich sehr bewundere.
00:30:32: Der Thomas Ulbricht, so ein Hardcore German Engineer aber einer der eben wirklich bis in die Details runter geht und mitarbeitet und seine Teams vorantreibt.
00:30:47: Ich bin gespannt, wie sich die Autos jetzt verkaufen diese haben.
00:30:51: Die bauen die da auch in Heffern einer Fabrik und das ist halt für den richtigen Weg für eine Volumenmarke in China.
00:30:58: Und ich denke mal wenn es Volkswagen gelänge diesen Spirit außerhalb Chinas zu leben dann sehe ich sehr positive Zukunft.
00:31:08: Was ist die Magic im Grunde?
00:31:11: Viele der inhaltlichen Hebel, wie ich jetzt mal Teile spezifiziere.
00:31:18: Wie ich die einkauf und die Autos verkaufe.
00:31:22: Das ist keine Raketenwissenschaft.
00:31:24: Viele von den Dingen werden gemacht und seit Jahren oder Jahrzehnten Obmittern- oder Berater werden diese Unternehmen vorangebracht.
00:31:34: Als meiner Sicht.
00:31:35: der größte Hebel, ich hatte das schon angedeutet, ist wirklich mit welchem Mindset, mit welcher Organisation treffe ich diese Entscheidung?
00:31:46: und vor allem wie setz ich sie um?
00:31:49: Und was wir ja immer wieder feststellen.
00:31:53: Die große Unternehmen haben Bürokratie, brauchen Bürokratee aber das was wir an Bürokatee haben es lähmend wird die uns umbringen.
00:32:05: Und ich spreche jetzt da in der Stelle mal von der Unternehmensinternenbürokratie, ja?
00:32:09: Die Stadt hier kommt dann noch dazu, die macht's Leben auch nicht einfacher wenn man so Sachen wie das Lieferkettengesetz beispielsweise denken.
00:32:17: und aber wie schaffe ich es jetzt dass Unternehmen, die lange erfolgreich waren mit diesen hierarchischen Spielregeln Mit Mathematikorganisationen mit unzähligen Gremien.
00:32:28: Wie schaffe ist da wieder mehr Verantwortlichkeit reinzukriegen eben auch mutige Entscheidungen.
00:32:37: Wenn man da zu Tesla schaut, Elon schickt da ab und zu so E-Mails raus, dann kann man sagen ja warum machen wir das nicht in dem Deutschen daneben?
00:32:49: Da würden sich wahrscheinlich viele Leute mit schwer tun wenn der sagt pass auf, wenn ich eine E-mail schick, da steht drin was jetzt zu tun ist.
00:32:56: Du hast als Manager drei Optionen.
00:32:58: Das erste ist, du setzt es um.
00:33:00: Wenn du eine andere Meinung hast wie meine dann musst du die sofort melden.
00:33:04: Dann diskutieren wir drüber.
00:33:07: und Option Drei ist wenn du nichts vom Beil von den ersten beiden Punkten machst, dann bitte verlass das Unternehmen.
00:33:14: Aber ist es nicht getrackert durch die Tatsache dass er Gesellschafter ist?
00:33:18: Dass er Ton angeht war Pärch ähnlich?
00:33:26: Also da muss ich sagen, war jetzt nicht nah genug an ihm dran um das wirklich beurteilen zu können.
00:33:33: Sag mal ein Thema.
00:33:36: also wenn wir kurz über diese Dieselkrise sprechen was da passiert ist war schon auch teilweise aus meiner Sicht diese Hierarchie geschuldet.
00:33:48: Das sind die schlechten Neuigkeiten oder diese Themen, die kamen oben nicht an.
00:33:54: Aus welchen Gründen auch immer und in den Rollen, die ich als Vorstand oder Manager dann gemacht habe war mir schon sehr wichtig eine Beziehung zur Basis aufzubauen zu den Leuten, die echte Arbeit machen um frühzeitig zu erfahren wo brennt die Hütte?
00:34:13: Wenn das dann irgendwie über die Gremien, über die Filter, dann irgendwann doch oben landet.
00:34:17: Dann ist das Problem, dass das Kind schon ausgeschüttet mit dem Partner.
00:34:22: Aber gut es hast du ja gesagt, es geht um Geschwindigkeit!
00:34:25: Es geht um Innovation und Geschwindigkeitsmeinheit.
00:34:28: Du sagst der lebende Organisation in Organisationen.
00:34:32: Wir reden nicht von der Bürokratie in der Politik, in unserem Regierungsapparat den wir vermutlich
00:34:40: auch...
00:34:41: nicht unmittelbar beeinflussen können.
00:34:42: Aber wie kriegst du diese Bürokratie aus diesen Organisationen heraus?
00:34:46: Ich meine, auch das ist ja... Du sprachst ja Läment!
00:34:48: Also es braucht Erkenntnis und es braucht dann den Willen das zu ändern.
00:34:54: Siehst du in der Industrie gerade bei diesen Großkonzernen Den Willen dass zu ändern?
00:35:01: siehst du die Erkenntniss, dass das Lähmend ist und sich nicht weiterbringt?
00:35:06: Also als meiner Sicht haben wir kein erkenntnes Problem Und das haben wir schon seit zehn Jahren nicht.
00:35:13: Es ist ein Umsetzungsproblem zum Teilweisen, weil man vielleicht nicht weiß wie man es anpacken soll?
00:35:19: Wir reden von der Bürokratie und der Entschlachung... Genau!
00:35:22: ...von der Schleunigung... Redenen
00:35:24: rausnehmen, Gremien abschaffen, wieder klare Verantwortlichkeiten.
00:35:30: Da muss man sagen, in der deutschen Industrie gibt's jetzt nicht so viele Beispiele.
00:35:34: Aber es gibt beispielsweise bei Roche Farmerindustrie in der Schweiz Die hatten vor ... ... die angefangen, sagen wir mal eine systematische Entpürokratisierung durchzuführen.
00:35:50: Damals eben getrickert durch die Erkenntnis das Patentschutz für wichtige Medikamente ausläuft und dass die eigene Innovationsgrad zu niedrig war.
00:35:59: Und dem Bericht nach scheint es da wirklich auch den Ergebnissen nach.
00:36:04: Also Patentanmeldungen, neue Patent-Anmeldung, auch Umsatz mit neuen Medikamenten hat sich da in den letzten Jahren wahnsinnig viel getan.
00:36:13: Da sage ich auch mal, the good news is.
00:36:15: derjenige, der das bei Rosch zuerst adaptiert hat war der Belendersen aktuell eben der Vorstandsvorsitzende von Bayer und auch da hört man so dass er eben seit zwei Jahren versucht dieses Programm umzusetzen.
00:36:32: aus meiner Sicht braucht es hier einen sehr klaren Schulterschluss zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand.
00:36:41: Und die Überzeugung, die glasklare Überzeugungen dass es anders nicht mehr geht und auch die Überzeugung das wenn's nach ein zwei Jahren noch nicht optimal läuft, dass man dann Spur hält.
00:36:56: Man sieht ja immer wieder teilweise bei Tochtergesellschaften, dass wir derartige Führungsmodelle umsetzen.
00:37:05: Aber wenn halt dann irgendwie mal ein schlechtes Jahr kommt, ist wieder der Instinkt.
00:37:11: Lass es uns so machen wie früher und das meint er sich, der ist tödlich.
00:37:15: Und das ist immer die Gefahr, die ich sehe.
00:37:19: Vielleicht nochmal ganz kurz gespiegelt mit den chinesischen Anbietern siehst du da oder ich weiß nicht ob man das sieht, siehst Du da andere Organisationsformen?
00:37:27: Ist das Accountability oder gibt's auch eine hohe hier reichische Führung?
00:37:33: Die sind eher noch in dieser Phase dieses brutalen Wachstums unter einem sehr dominantem Führer.
00:37:41: Ob das jetzt B- by D ist oder Uaai, oder sagen wir bei Xiaomi ein sehr charismatischer CEO.
00:37:48: Also da würde ich mal sagen...
00:37:52: Da kommt der Zug her!
00:37:54: Würde die vielleicht nicht so ganz vergleichbar halten?
00:37:58: Was ich als Unternehmen im Sinne von Führungsmodell super interessant finde ist Amazon, auch mehrere hunderttausend Mitarbeiter.
00:38:06: Und die haben sich's irgendwie seit nineteen fünf und neunzig.
00:38:10: dieses Day One Mindset.
00:38:12: also wir sind ein Start-up ja und wir kämpfen jeden Tag ums Leben.
00:38:16: und diese klare Accountability für Führungskräfte und auch sagen wir dieses Schneiden von Teams entlang mit klarer GNV Verantwortung.
00:38:27: Das sind so Elemente, die da aus meiner Sicht eine wichtige Rolle spielen.
00:38:31: Da finden beispielsweise diese Shareholder-Letter jedes Jahr ganz interessant.
00:38:35: Es ist wirklich empfehlenswert mal zu lesen wie jetzt beispielsweise der Andy Jesse halt beschreibt was er bei Amazon gelernt hat, bei Amazon EWS oder beim Clouddienst und wie die Reise weitergehen soll Diesen Spirit, dieses Verantwortung tragen und wie gesagt wenn es nicht funktioniert.
00:38:56: Haben
00:38:57: wir die Manager dazu?
00:38:59: In Deutschland
00:39:00: oder Europa?
00:39:03: In meinen Führungsrollen habe ich sie immer gefunden.
00:39:08: Du findest in jedem Unternehmen Leute, die genau das wollen.
00:39:14: Viele würden sich dann am Beginn der Reise unwohl fühlen.
00:39:19: Ja, weil man ja Dinge tut die wir vorher nicht tun.
00:39:22: Also beispielsweise direkte Kommunikation.
00:39:25: also meine Aufforderung waren irgendwie sich Projektleiter wenn es irgendein Problem mit hier ist meine Handynummer ruf mich an.
00:39:33: Normalerweise Nogo weil erst muss er sein Erteilungsleiter dann den Bereichsleiter denn der das Vorstandsmitglied dieses durchlässige da fühlen sich viele Menschen dann unwohl.
00:39:45: Das ist eine Kulturfrage.
00:39:47: so wie Belohnst du oder sanktionierst du Verhalten?
00:39:51: Dann komme ich wieder zurück auf diese Stabilität, Aufsichtsrat Vorstand.
00:39:56: Diese Überzeugung Das ist der Weg wie wir dieses Unternehmen führen wollen und das ist auch eine Reise.
00:40:04: Das geht nicht mit einem Schalter.
00:40:06: Das sind viele kleine Geschichten die dann dazu führen dass mehr und mehr Leute sagen okay Ich bin dabei und mache damit Was auch eine gute Nachricht ist, weil das wird ja heißen.
00:40:18: Du
00:40:19: entfesselst ja vermutlich enorme Energie und Kreativität und Leidenschafts.
00:40:27: Ja
00:40:27: und wie gesagt, das hat mich halt in meinen Führungsrollen immer am meisten begeistert wenn dann was ich gehe zur Cafeteria und kommt halt irgendeiner da mitarbeitet und sagt hey Thomas!
00:40:40: Ich habe da eine Idee.
00:40:41: Ja und gut, nicht alle Ideen sind toll aber ein paar von den Ideen waren wirklich mindblowing.
00:40:49: Und da merkst du dann ja dass das der Funk gezündet und dass du auf einmal Geschwindigkeit auch kriegst.
00:40:56: Das meine ich.
00:40:56: das große Thema ist ja nicht irgendwie eine Powerpoint zu machen und irgendwie sagen wo es angehen soll.
00:41:01: Das Thema ist Umsetzung.
00:41:04: Für die Umsetzung brauchst Du die, sagen wir mal so mal the brain in the heart of people Und das geht halt über Führung.
00:41:13: So was war deine persönliche Erkenntnis aus diesem Buchabenteuer?
00:41:19: Ja, also mich persönlich – ich habe mir da eben nochmal sehr viel intensiver auch mit einigen der Tech-Unternehmen und einem mit den chinesischen Unternehmen beschäftigt und abeinig festgestellt, boah!
00:41:30: Da geht noch soviel ja und hab auf als Resultat dieser ganzen Überlegungen jetzt halt auch nochmal eine Firma gegründet wo wir helfen Unternehmen KI gewinnbringend einzusetzen.
00:41:45: Weil ich glaube, da geht es auch um Judgment und Beurteilungsfähigkeit.
00:41:50: in welchen Prozessen mache ich das?
00:41:52: Wo fange ich an?
00:41:53: Wie nehme ich die Leute mit?
00:41:55: Und eben die Angst zu nehmen vor diesen Werkzeugen.
00:42:01: Gleichzeitig sind nicht immer wieder diese Kaizen-evolutorische Entwicklung von Prozessens Wie können wir springen?
00:42:10: Das finde ich noch mal ganz wichtig, weil viele der Unternehmen über die du gesprochen hast haben keine Legacy gehabt.
00:42:18: Also eine Microsoft Amazon haben sich in den letzten zwanzig Jahren gut Microsoft ein bisschen älter entwickelt.
00:42:25: Tesla konnte quasi vom Scratch auf Elektromobilität setzen jetzt wenn nicht wieder auf die Automobil und ich kann da durchaus auch auf dem Maschinenbau gucken.
00:42:33: Wir kommen halt aus einer Umgebung, die vor hundert Jahren vermutlich hier einen Ursprung hat und treiben eine enorme Läckersie mit einer Infrastruktur von Werken.
00:42:46: Wenn ich da auf Volkswagen gucke und die Diskussion welche Werke sollen geschlossen werden, ja da stehen natürlich überall Einzelschicksale dahinter aber am Ende des Tages geht es um das Gesamtsystem.
00:42:57: ist diese Läckersee tatsächlich oder schaffen wir es aus so einer Lackersie heraus wirklich diese Sprünge zu machen, Innovationen zu machen die wirklich disruptiv sind.
00:43:10: Also eine Nokia haben vorhin über mobile Endgeräte gesprochen.
00:43:15: Die sind gekommen war ja auch eine sehr disruptive Entwicklung dieser dieses Unternehmens und sind auch wieder verschwunden weil sie diese Entwicklung nicht mehr weitermachen konnten.
00:43:25: also was ist da deine Erkenntnis gewesen?
00:43:29: Ja Diese beton- und stahlgegrössene Legacy ist sicherlich ein Müllsteines zu hart, aber das macht schwerer.
00:43:42: Andererseits sind wir jetzt eben bei dem Thema traditionelle Tabuthemen offensiv adressieren wenn ich die Erkenntnis habe dass es nicht mehr funktioniert.
00:43:56: Wenn ich wenig zur Überzeugung gelange in Deutschland Fahrzeuge zu produzieren funktioniert nur noch in Dark Factories beispielsweise.
00:44:05: Wenn ich es nicht mache, das ist dann so ein Sterben auf Ratten oder der läuft eine Sandur ab.
00:44:11: Aber wenn ich zur Bezeugung komme, dann ist doch die Frage wie managiere ich diesen Übergang und wie schaffe ich das als Gesellschaft?
00:44:24: In meiner Zeit als Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG hatten wir ja das Problem.
00:44:30: Wir hatten keine Fortführungsunterstützung oder so eine Zusage, kein Gutachten was es bestätigt hat.
00:44:40: Das heißt ich habe keine Finanzierung gekriegt und um diese zu bekommen musste ich eben Bochum schließen.
00:44:46: Zu der Zeit habe ich ja in Dortmund gewohnt und emotional war das schon für mich schwierig, aber es war in dem Falle alternativlos.
00:44:58: Man nur so konnte ich eben eine Finanzierung bekommen um eben thirty-fünf anderen Opelmitter weiter noch weiter eben gehälter zu zahlen.
00:45:09: Und an dieser Stelle hatten wir zwölf Monate bevor wir diesen Beschluss verkündet haben, also bevor ich da in dieser Betriebsversammlung war.
00:45:18: Haben wir angefangen mit dem Land Nordrhein-des-Fahl und auch mit der Stadt Bochum einem Konzept zu arbeiten?
00:45:25: Was kann man mit den Leuten machen?
00:45:27: Wir hatten damals so dreieinhalb Tausend Beschäftigte noch vor Ort.
00:45:30: Und was können wir mit dem Standort machen?
00:45:33: das sagen mal eben in der Region eben dieses Thema Massenarbeitslosigkeit nicht durchschlägt und an der Stelle Der Verdienst geht an die Mitarbeiter, die eben die Stadtentwicklung da eben angestellt hat.
00:45:48: Aber heute arbeiten auf dem ehemaligen Opelwerksgelände sechseinhalbtausend Menschen.
00:45:53: Der Großteil von denen besser bezahlt wie die, die damals bei uns gearbeitet haben.
00:45:57: für die dreieinhalb tausend.
00:45:59: Ich glaube zu tausenden haben wir dann noch in den Masatzteilzentrum weiter beschäftigen können.
00:46:04: Ein paar haben er untergebracht in seiner Instandhaltung bei der Deutschen Bahn.
00:46:07: also wenn man sagen gab es schon sehr viele Menschen und Familien, die eben dann keine Arbeit mehr hatten.
00:46:14: Aber diese systematische Entwicklung der Standorte erhalte ich schon extrem wichtig und das erhalten auch von einer unternehmerischen Verantwortung.
00:46:24: Und aus meiner Sicht ist es eine Stärke des deutschen Modells, dass da wenn man die Übergänge gut managed, da eben keine Brachen entstehen.
00:46:35: Auch da muss man sagen wenn die deutsche oder jede Industrie und die Autoindustrie ist relativ reif, muss halt Produktivität schaffen.
00:46:45: Das heißt ich habe dann eben weniger Arbeitsplätze.
00:46:48: also die Frage okay wo stehen in welchen?
00:46:50: Und hier auch mehr Mut zu haben für Unternehmensgründungen.
00:46:56: ja und jetzt haben wir hier in diesem Münter Umfeld relativ viele Leute die ihr Unternehmen gründen.
00:47:02: Meine Tochter hat ein Unternehmen gegründet, ja mein Schwiegersohn hat jetzt irgendwie bei einem dieser Drohnen-Startups angefangen.
00:47:09: Halt die für wichtig!
00:47:11: Die Beschäftigungslösung wird die Autoindustrie in Deutschland aus meiner Sicht nicht liefern können also weder die Zuliefer noch die Hersteller weil die Absatzmengen selber haben wir vorhin gesagt in Europa stagnieren.
00:47:23: da wachsen tun sie dann in den emerging markets und das ist eben über Experte aus deutschland nicht hinkriegen.
00:47:29: Damals noch eine letzte Schwenk.
00:47:32: gestern oder vorgestern langte mich ein Artikel über Toyota.
00:47:38: Toyota gilt ja immer als Vorzeigunternehmen, weil er immer lange im Ranking vor- oder nach- oder hinter VW aktuell sind sie wieder vorbauen glaube ich über elf Millionen Autos.
00:47:48: Überschiff dieses Artikels war We Will Not Survive.
00:47:52: Wie belegst du auf Toyota und was hältst du von diesem Statement?
00:47:55: Ich meine, am Ende des Tages geht es auch da natürlich wieder um die Frage Abhängigkeit vom chinesischen Partnern.
00:48:01: Software als Schwachstelle, Gefährung des bisherigen Geschäftsmodells in besonderer Verbindung mit Warn-Ton und Service.
00:48:08: Ja also zum einen sag mal ich finde Toyota ist ein Megaunternehmen.
00:48:14: Also nicht nur weil sie groß sind sondern weil die einfach seit Jahrzehnten extrem gute Arbeit machen in der Entwicklung ihrer Fahrzeuge.
00:48:22: Sie haben jetzt im Vergleich zu Volkswagen den Vorteil, dass der Absatzanteil in China nicht so hoch war.
00:48:29: Die waren, glaube ich, anderthalb zwei Millionen Fahrzeugen in China.
00:48:34: Die haben einen sehr hohen Marktanteil nach Amerika und deshalb waren die dieses Jahr oder am letzten Geschäftsjahr sehr stark betroffen von dem erratischen Zollpolitik des US-Präsidenten.
00:48:45: Das waren glaube ich fast neun Milliarden Euro an Profit, den sie da eben über die Zölle verloren haben.
00:48:51: Aber die sind relativ breit aufgestellt, sehr stark in ASEAN vernünftige Marktpositionen Europa und das Statement was jetzt die abgegeben haben auch der aktuelle Wechsel CEO CFO zeigt mir ja dass Sie es verstanden haben.
00:49:09: Also eine gewisse Paranoia ist als meiner Sicht sehr hilfreich.
00:49:16: Beim Thema Software sind die hinten dran.
00:49:21: Das geben sie auch zu.
00:49:23: und der Absatzbatterie-Elektrische Fahrzeuge bei Toyota liegt erstens mal deutlich hinter Volkswagen, zweitens deutlich hinter ihren eigenen Ambitionen, die sie zuletzt geäußert haben.
00:49:36: Aber die haben natürlich mit ihren Hybrid-Fahrzeugen schon sehr, sehr effiziente Verbrennersysteme im Markner.
00:49:45: Obwohl
00:49:46: ich für die emerging markets ja auch hoch attraktiv sein durfte?
00:49:49: Absolut!
00:49:52: Also dass sie irgendwann auch sehr wettbewerbsfähige batterieelektrische Fahrzeuge haben steht für mich außer Frage.
00:49:58: Das Softwarethema ist für die auch knifflig Gerade weil die Außen der Kultur kommen, Nullfehler, Qualität.
00:50:10: Was tendenziell dazu führt dass du mit der Software nicht fertig wirst.
00:50:13: Weil du immer einen Bugs drin hast.
00:50:16: kulturell schwierig signalisiert.
00:50:19: aber auch nochmal Es kann sich eigentlich keiner sicher fühlen und jeder muss eigentlich gucken, dass seine industriellen Prozesse da permanent hinterfragt und neu justiert.
00:50:35: Aber was die Finanzkraft angeht von Toyota im Kapitalmarktbewertung von Tesla ist viel höher.
00:50:42: Darüber können wir sagen ein extra Podcast machen.
00:50:45: aber wenn man sieht wieviel Geld die für Die haben etwa so viel Umsatz wie Volkswagen, glaube ich, ein Tick mehr um die drei Hundertzwanzig Milliarden Euro.
00:50:57: Die geben halt zehn Milliarden, fünfzehn Milliarden weniger aus für neue Produkte.
00:51:04: Der ist schon sehr effizient.
00:51:05: und dann haben wir ein paar sehr erfolgreiche standardisierte Weltweitstande also Architekturen diese da ausrollen.
00:51:13: Ein sehr erfolgreiches Pick-up Business was auch sehr schwer zu attackieren ist weil gut wenn das Irgendwie in Afrika oder irgendwo in den Merching-Markets unterwegs bist.
00:51:25: So ein Toyota ist halt eine Bank, so einen Hilux.
00:51:28: Da gibt es überall Ersatzteile.
00:51:30: Das ist sehr schwer zu substituieren.
00:51:33: Ja vielleicht ist das tatsächlich mein Thema, dass du im Laufe des Gesprächs gesagt
00:51:39: hast
00:51:39: die Leute da sensibilisieren hey nicht ausruhen bleibt Wachsam.
00:51:46: Ja, die hatten ja auch im letzten Geschäftsjahr noch eine Umsatzrendite von glaube ich sieben Komma sechs Prozent in diesem.
00:51:55: der Anteil Lexus Premium Fahrzeuge ist jetzt nicht so gigantisch.
00:51:59: Es ist okay.
00:52:00: Die sind hinter den Deutschen auf Platz vier.
00:52:04: aber sagen wir dass die diesen CEO wechseln machen.
00:52:07: So ein Statement jetzt zeigt von guter Führung Ja, diese Habacht-Stellung.
00:52:16: Und ich bin auch der Meinung, das Panik bringt da nichts.
00:52:21: Aber was immer halt von manchen Deutschen wünschen würde, dass man so ein paar von diesen Tabuthemen mal offensiver angeht und...
00:52:29: Fühl mich zu meiner letzten Frage!
00:52:31: Ich glaube, Tabuthema ist sicherlich ganz wichtig.
00:52:33: Was
00:52:34: würdest du heute
00:52:35: etwas anders machen als vor zehn, fünf oder zwanzig Jahren?
00:52:39: Oder wenn du heute zurückblickst auf deine Zeit bei Opel oder generell, auf den Entwicklungen der Industrie würdest du irgendwas anders machen?
00:52:47: Oder was würdest Du anders machen.
00:52:50: Du meinst es war die Entscheidungen die ich damals für diese Reden...
00:52:52: Die Entscheidungen getroffen.
00:52:53: ja würde es Du andere Entscheidungen treffen würde es du andere Strategie Pfeiler reinrammen die du damals vielleicht aus,
00:53:06: sagen wir mal Ja, so ein paar Kompromisse habe ich gemacht die ich heute nicht mehr machen würde.
00:53:12: Weil ich festgestellt hab das war noch nicht konsequent genug.
00:53:24: Also konkrete Beispiele kann ihr seit dann nicht... Okay ja
00:53:28: alles
00:53:28: gut!
00:53:29: An der kürzeren Vergangenheit aber grundsätzlich Für mich selber.
00:53:39: Ich liebe Herausforderungen und begebe mich auch gerne in Situationen, wo andere sagen, warum tust du das an?
00:53:48: Aber als der Matthias Müller mich damals anruf, anrief, sag mal nachdem er drei Tage CEO war ob ich Lust hätte die Strategie bei VW zu machen, das macht für mich so der absolute Traumjob!
00:54:02: Und nach wie vor, ich glaube in den deutschen Auto-Interests unternehmen aber auch den Zuliefernend über Bosch und so weiter.
00:54:09: Da sind so viele Leute die echt was können!
00:54:12: Okay wir wollen ja optimistisch schließen.
00:54:15: vielleicht ist das dann ja auch ein gutes Schlusswort.
00:54:17: es gibt viele gute leute.
00:54:19: wir müssen halt diese guten leute diese guten Ideen diese Innovation bündeln nach vorne bringen.
00:54:24: wir brauchen gute Rahmenbedingungen.
00:54:27: ja
00:54:28: politisch gesehen Sie ist ein bisschen schwierig, aber wir wollen ja nach vorne gucken.
00:54:32: Wir als Unternehmer müssen halt die richtigen Weichenstellungen auch wählen und dann eben auch die richtige Wegstärke gehen.
00:54:42: Ja, aber auch bei den Politikern ehrlich gesagt.
00:54:44: also da würde ich mir schon auch wünschen wenn man am Ende seiner politischen Karriere ist dass man einfach mal durchzieht und Klarheit schafft Was ich halt gelernt habe, diese faulen Kompromisse.
00:55:04: Die sind tödlich!
00:55:05: Das ist so der Def of a Thousand Cuts und das ist das was dieses Land... Wir reden lange drüber ja und mein erstes Jahr der aktuelle Regierung war sicherlich enttäuschend.
00:55:18: Ist es zu spät um nochmal richtig Gas zu geben?
00:55:21: Das meint er sich, dass es nie zu späht aber mal machen!
00:55:26: Und man kann's ja auch nicht allen recht machen.
00:55:28: Ja, und manche Leute werden dich halt hassen.
00:55:31: Ist halt so!
00:55:32: Aber das ist unser Job als Politiker, als Führer, als Berater finde ich, dass es unser Job ist voranzuschreiten um die richtigen Dinge zu tun.
00:55:44: Danke dir lieber Thomas für diese Klarheit, für diese Offenheit hat mir sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns auf dein Buch.
00:55:51: Vielen Dank.
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